Ein Kunstprojekt zu Dresdner Erinnerungsorten an Nationalsozialismus, Krieg und Zerstörung

ORT 36 | Zeughausstraße 1 (Hasenberg)

Im Februar 1945 gehörte das Wohnhaus Zeughausstraße 1 zu den wenigen noch verbliebenen »Judenhäusern« der Stadt Dresden. Die Deportation der jüdischen Dresdner war zu diesem Zeitpunkt im Wesentlichen abgeschlossen. Nur die 174 Dresdner Juden, die mit nichtjüdischen Ehepartnern verheiratetet waren, lebten noch in der Stadt. Die »Arbeitseinsatzfähigen« unter ihnen sollten am 16. Februar 1945 in das Ghetto Theresienstadt gebracht werden.

In seinem Tagebuch schildert Viktor Klemperer die Benachrichtigung der Betroffenen am Nachmittag des 13. Februar 1945 und die nächtlichen Luftangriffe, die das Haus Zeughausstraße 1 vernichteten. Wohl den meisten jüdischen Bewohnern des Hauses gelang es, im Durcheinander nach den Luftangriffen unterzutauchen und so ihr Leben zu retten.

The residential building at Zeughausstraße 1 was one of the few remaining „Judenhäuser“ in the city of Dresden in February 1945. The deportation of Dresden’s Jewish citizens had essentially been completed by that time. Only the 174 Dresden Jews who were married to non-Jewish spouses still lived in the city. Of these remaining Jews, those found ”fit for work” were sent to the ghetto at Theresienstadt (Terezín) on 16 February 1945.

In his diary, Viktor Klemperer describes the notification of those affected on the afternoon of 13 February 1945 as well as the night-time air raid which destroyed the house at Zeughausstraße 1. In the confusion most of the house’s remaining Jewish residents were able to go into hiding and thus save their own lives.