Ab Mai 1941 versuchte die Dresdner Stadtverwaltung, einen Vorrat an Hausratgegenständen für »Fliegergeschädigte« anzulegen. Bereits im zweiten Kriegsjahr ging die Verwaltung davon aus, dass bei Luftangriffen zerstörte Wohnungseinrichtungen kaum durch die im Handel befindlichen Angebote ersetzt werden könnten und daher Hilfe für die Betroffenen nötig werden würde. Ab März 1942 konnte unter anderem den Nachlass ausgesiedelter Juden als preisgünstige Bezugsquelle genutzt werden.
Nachdem 1943 die Schwierigkeiten bei der Beschaffung auch durch Lieferungen an geborgenem Hausrat aus den zerstörten Städten des Rheinlandes gemildert waren, erwies sich vor allem die Bereitstellung des nötigen Lagerraums als überaus schwierig. Alle geeigneten Räume der Stadt waren seit Kriegsbeginn belegt und der Hausratbevorratung konnte nur geringe Priorität eingeräumt werden.
Dennoch sind einige Hundert Wohnungseinrichtungen eingelagert worden. Im städtischen Grundstück Königsbrücker Straße 117 befand sich das größte der etwa ein Dutzend dazu genutzten Lager. Die dort bereitgestellten 590 m2 Lagerfläche sollten zudem auch einen Teil von nach Luftangriffen geborgenen Wohnungseinrichtungen aufnehmen.
Beginning in May 1941, Dresden’s city administration attempted to establish stocks of household goods for those affected by the air raids. As early as the second year of the war the city administration assumed that the furnishings destroyed in the air raids could hardly be replaced by the goods on offer in the shops and that affected persons would therefore require assistance. Beginning in March 1942, the assets belonging to deported Jews were used as one cheap source of supply.
After procurement difficulties were further eased by deliveries of household goods salvaged from the devastated cities of the Rhineland in 1943, the provision of necessary storage space proved to be quite a problem. All suitable storage facilities had been occupied since the beginning of the war and the stocking of household goods was deemed to be a low priority.
Nevertheless, a few hundred sets of household furnishings were able to be stored. The largest of the approximately one dozen storerooms used for this purpose was located on the municipal property at Konigsbrückner Straße 117. The 590 m2 storage space which was made available here was used to store a part of the household furnishings salvaged after the air raids.
MEMORARE PACEM Gesellschaft für Friedenskultur e.V.