Auf einem Sportplatz des Industriegeländes, dass sich seit 1941 im Besitz der Wehrmacht befand, ließ die Radio H. Mende & Co. bis November 1943 neun Baracken für die Unterbringung von »Ostarbeiterinnen« aus der Sowjetunion und Polen errichten. Die Firma Mende, einer der großen im Industriegelände ansässigen Betriebe, fertigte für den Rüstungsbedarf u.a. Zünder, Feldfunksprecher, Fernschreibvermittlungen und Minensuchgeräte. Sie beschäftigte im Oktober 1943 bereits 207 ausländische Arbeitskräfte – eine Zahl, die sich in den folgenden Monaten vermutlich noch erhöhte. Die in den Baracken untergebrachten Frauen sind insbesondere für die Fertigung von Zündern eingesetzt gewesen und sicherten die zweite und dritte Schicht.
On a sports ground on the industrial estate, which since 1941 had been in the possession of the Wehrmacht, Radio H. Mende & Co. built nine barracks to house „Ostarbeiterinnen“ („eastern female workers“) from the Soviet Union and Poland. The barracks were completed by November 1943.The Mende business, one of the large companies on the industrial estate, produced a wide range of military hardware including detonators, two-way radios, telex equipment and mine detectors. In October 1943, it already employed 207 foreign workers – a number that presumably increased in the following months. The women housed in the barracks were assigned in particular to produce detonators and secured the second and third shifts.
MEMORARE PACEM Gesellschaft für Friedenskultur e.V.